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News vom 08. März 2010

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zufolge verlangen die amerikanischen Schnellrestaurantketten McDonald´s und Subway von ihren deutschen Franchise-Vertragspartnern Einblicke in ihre Intimsphäre sowie ihrer politischen Gesinnung.
Beispielsweise verlange der Sandwich-Anbieter Subway von seinen Franchise-Vertragspartnern die Zustimmung zu Prüfberichten „in Einklang mit den Anti-Terror-Gesetzen“ wie dem „USA Patriot Act“. Demnach müssten die Bewerber wahrheitsgetreu Auskunft darüber geben, ob sie „jemals direkt oder indirekt an terroristischen Aktivitäten beteiligt“ gewesen seien. Ähnliche Fragen müssen USA-Reisende auf Fragebögen der US-Einwanderungsbehörde beantworten.
Dem Bericht im „Spiegel“ zufolge verlange das mit 1.333 Filialen in Deutschland branchenführende Unternehmen McDonald´s von seinen Franchise-Nehmern sogar Angaben über nichteheliche Beziehungen, „körperliche Leiden“ sowie „Datum und Anlass der letzten ärztlichen Untersuchung“. Nach Auffassung von Moritz Karg vom Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein sei die Praxis der amerikanischen Konzerne „aus datenschutzrechtlicher Sicht unzulässig“.
Unternehmenssprecher von McDonald´s Deutschland, Matthias Mehlen erklärte, dass der Frageboten für Fanchise-Bewerber überprüft werde. McDonald´s und der Franchise-Nehmer würden mit dem Abschluss eines Franchise-Vertrags eine sehr weitreichende Geschäftsbeziehung mit 20-jähriger Vertragslaufzeit eingehen, was eine genaue und umfangreiche Prüfung, ob der Bewerber für diese Geschäftsbeziehung in Betracht komme, rechtfertige.
„Aber wir nehmen selbstverständlich die Äußerungen des Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein sehr ernst und haben uns umgehend entschlossen, unseren Franchise-Bewerbungsbogen einer kritischen Prüfung zu unterziehen“, erklärte Mehlen. Dazu werde McDonald´s mit den zuständigen Institutionen zusammenarbeiten.
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